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Alina Rudya – Prypyat Mon Amour

Fotoausstellung + Buchpräsentation
bis 5. Juni 2016
Besichtigung nach Vereinbarung

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Alina Rudya – Prypyat Mon Amour

Fotoausstellung + Buchpräsentation

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Fotoessay über Menschen, die wie die Künstlerin 1986 nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl aus dem ukrainischen Pripyat evakuiert wurden. Das Fotobuch erscheint im Distanz-Verlag. Buchpräsentation und Ausstellung bei KANYA BERLIN.

 


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Ausstellung
Die Künstlerin über die Ausstellung:
1986, nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl, wurde ich aus dem ukrainischen Prypyat evakuiert. Ich war damals ein Jahr alt,  mein Vater, ein Ingenieur, der in eben jener Nacht Dienst in der Atomanlage hatte, 28, meine Mutter erst 23.

Überhaupt belief sich der Altersdurchschnitt der Bevölkerung von Prypyat – einer kleinen Stadt, drei Kilometer von Tschernobyl entfernt – auf gerade einmal 26 Jahre. Alle von ihnen (knapp 50.000) mussten die Stadt zwei Tage nach der Katastrophe vom 26. April 1986 verlassen. Der vierte Reaktor war während eines Testlaufs explodiert und hatte eine hoch radioaktive Wolke in die Atmosphäre entlassen, die sich großflächig verbreitete. Bis heute die schlimmste Atomkatastrophe der modernen Geschichte.

2011, im Alter von 26 Jahren, kehrte ich in meine Heimatstadt zurück – zum ersten Mal seit dem Unfall. Eine Stadt, die ich nie gekannt hatte und nie kennen würde. Die Katastrophe hat mein Leben und das meiner Eltern grundlegend verändert. In vielerlei Hinsicht entspringen alle meine Wünsche und alle meine Leidenschaften den Ruinen von Tschernobyl. Viele Menschen sind in Folge dieser Ereignisse aus meinem Leben verschwunden. Mein Vater starb vor zehn Jahren, die Gesundheit geschädigt durch seine Arbeit als Wissenschaftler im radioaktiven Umfeld. 2012 kehrte ich ein weiteres Mal zurück, um meine Selbstportrait-Serie abzuschließen.

Pünktlich vorm 30. Jahrestag von Tschernobyl reiste ich ein weiteres Mal an. Diesmal stand nicht mein Leben im Mittelpunkt, sondern jenes der anderen. Derer, die 1986 wie ich aus der Zone evakuiert wurden. Einige von ihnen sind in meinem Alter, einige sind älter – andere haben eigene Kinder – aber die Leben aller wurden von den Folgen der Katastrophe beeinflusst. Ich kehrte zusammen mit ihnen nach Prypyat zurück, an den Anfang, an den Ground Zero unserer heutiger Leben. Das zentrale Motiv meiner Arbeit war das Fotografieren dieser Menschen in Prypyat – in ihren ehemaligen Wohnungen und in der familiären Umgebung ihrer Vergangenheit – und das Dokumentieren ihrer Geschichten über die Stadt, die wir hinter uns ließen.

 

 


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Künstlerin

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Fotorechte: Ailine Liefeld

Alina Rudya, geboren 1985 in der Ukraine, wuchs nach der Katastrophe von Tschernoby und der Evakuierung aus Prypyat in der Hauptstadt Kiew auf. Nach dem Abschluss ihres Studiums der Politikwissenschaft und des Journalismus absolvierte sie eine weitere Ausbildung in Fotografie an der Lette-Verein School of Design und an der Universität der Künste in Berlin sowie auch an der Parsons New School of Design in New York. Rudya wohnt in Berlin und wurde weltweit veröffentlicht und ausgestellt. 2015 wurde sie als Sieger der Android Photography Awards ausgezeichnet.

Website: www.alinarudya.com

 

 

Öffnungszeiten der Ausstellung

Geöffnet:
Ausstellung hängt bis 06.06.2016 und ist nach Absprache zu besichtigen.

Eröffnung
22.04.2016 18:00-22:30 Uhr: Buchpräsentation + Eröffnung der Ausstellung

Jahrestag
26.04.2016 18:00 bis 21:00 Uhr Ausstellung geöffnet zum 30. Jahrestage der Katastrophe von Tschernobyl

Artist Talk
30.04.2016 17:00 Uhr Alina Rudya im Gespräch mit Severin Matusek/EyeEm (Gespräch in englischer Sprache)

Gallery Weekend Berlin:
Freitag, 29.04.2016 17:00 bis 21:00
Samstag, 30.04.2016 13:00 bis 20:00
Sonntag, 01.05.2016 12:00 bis 18:00

 

 

 

Opening 22.04.2016

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Artist Talk:
30.04.2016 17:00 Uhr Alina Rudya im Gespräch mit Severin Matusek/EyeEm (Gespräch in englischer Sprache).

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Opening:
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